Naturpark Kellerwald-Edersee

Zum Seiteninhalt Zur Navigation


Landkreis Waldeck-Frankenberg

Landkreis Waldeck-FrankenbergDem Landkreis gehören 22 Städte und Gemeinden an. Die Einwohnerzahl beträgt 167.776 Personen (Stand 30. Juni 2006), die Gesamtfläche beläuft sich auf 1.848,58 km². Damit ist Waldeck-Frankenberg der größte Landkreis in Hessen.






Geschichte

Waldeck-Frankenberg entstand am 1. Januar 1974 aus dem Zusammenschluss der Altkreise Waldeck und Frankenberg.
Die Geschichte Waldecks beginnt im Jahre 1180 mit der Inbesitznahme der Burg Waldeck durch die Grafen von Schwalenberg, die sich später Grafen von Waldeck nannten. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde Waldecks Unabhän-gigkeit im Westfälischen Frieden von 1648 manifestiert, 1711 wurde Waldeck Fürs-tentum. 1878 unterstellte das Fürstentum die Verwaltung größtenteils Preußen, ohne jedoch seine Selbständigkeit aufzugeben. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Waldeck Freistaat, bis am 1. April 1929 der Anschluss an Preußen und die Zuordnung zum Regierungsbezirk Kassel erfolgten. Am 1. Februar 1942 entstand durch Zusammen-fassung der Kreise des Eisenbergs, Sitz Korbach, der Eder, Sitz Bad Wildungen, und der Twiste, Sitz Arolsen, der Landkreis Waldeck.
Der Frankenberger Raum war seit dem 12. Jahrhundert Objekt ständiger Fehden zwischen den Landgrafen von Hessen-Thüringen und dem Erzbistum Mainz. 1240 gründete der hessische Landgraf die Stadt Frankenberg, die sich aufgrund ihrer geographischen Lage an den Handelsstraßen Frankfurt-Bremen und Köln-Siegen schnell zu einer blühenden Stadt entwickelte. Im Dreißigjährigen Krieg suchten vor allem französische und schwedische Truppen das Frankenberger Land heim; die Bevölkerungsverluste waren erheblich. Am 29. Juni 1821 wurde aus den Ämtern Frankenberg, Rosenthal, Haina, Hessenstein und dem Gericht Viermünden der Landkreis Frankenberg gebildet. 1867 erfolgte die Eingliederung des Amtes Vöhl, 1932 schloss sich das Amt Battenberg an.
Seinen heutigen Zuschnitt erhielt der Landkreis Waldeck-Frankenberg im Rahmen der gebietlichen Neugliederung auf Landkreisebene in Hessen (in den Jahren 1972 bis 1977). Auf gemeindlicher Ebene hat die Territorialreform die Zahl von einst 189 Kommunen auf die heutigen 22 Städte und Gemeinden verringert.


Landschaft

Das Gebiet Waldeck-Frankenbergs gliedert sich landschaftlich in zwei Großeinheiten. Zum einen gehört der Landkreis mit dem Rothaargebirge, dem Waldecker Upland und der Kellerwaldregion zum Rheinischen Schiefergebirge. Zum anderen sind die flachwelligen Landschaften des Burgwalds, die Korbacher Hochfläche und das untere Edergebiet der Hessischen Senke zuzuordnen.
Diemel und Eder sind die bedeutendsten Flussläufe. Die Diemelquelle befindet sich nahe des Ortes Usseln in der Gemeinde Willingen im Bereich des Höhenzuges „Kahler Pön“. Die Eder entspringt außerhalb des Landkreises in der Nähe des kleinen Or-tes Benfe in Siegen-Wittgenstein und wird zum Ausgleich des Weser-Wasserstandes sowie zur Stromgewinnung im gleichnamigen Stausee angestaut.
Besondere landschaftliche Juwelen sind das Waldecker Upland rund um den Skisprung-Weltcuport Willingen mit seiner Zugehörigkeit zum Naturpark Diemelsee sowie der Burgwald im Süden des Kreisgebietes mit seinen ausgedehnten, urtümlichen Waldflächen. Das größte Kleinod ist jedoch der Nationalpark Kellerwald-Edersee, Hessens einziger Nationalpark, am südlichen Ufer des Edersees gelegen. Den Naturfreund erwartet hier und im gleichnamigen Naturpark auf einer Fläche von fast 6.000 Hektar der größte unzerschnittene Buchenwaldkomplex Mitteleuropas. Auf dem Nationalparkgebiet, das Eingriffen des Menschen entzogen wird, entsteht die Wildnis von morgen.


Lage/ Wirtschaft

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat sich als Wirtschaftsstandort günstig strukturiert und wenig krisenanfällig erwiesen. Für die Region spricht ihre zentrale Lage mitten in Deutschland, zwischen der documenta-Stadt Kassel im Norden und der Universitätsstadt Marburg/ Lahn im Süden. Im Schnittpunkt zwischen den Wirtschaftsregionen Rhein/Main, Rhein/Ruhr und Niedersachsen gibt es einen breiten Branchenmix, der besonders flexibel auf Konjunkturschwankungen reagieren kann.
Zwei Großbetriebe aus dem Bereich der Klima- und Heizungstechnik sowie der gummiverarbeitenden Industrie arbeiten hier seit langem erfolgreich. Daneben dominieren mittelständische Industrie- und Gewerbebetriebe die wirtschaftliche Landschaft. Der Tourismus sowie die Land- und Forstwirtschaft leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität Waldeck-Frankenbergs. Für den Ausbildungsmarkt ist das Handwerk die größte Stütze.