Naturpark Kellerwald-Edersee

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Etappe 1: Von Frankenau bis Oberorke

Kellerwaldsteig Etappe 1Markierungen:
Länge: ca. 13,6 km
Steigung: ca. 460 m
Gefälle: ca. 600 m
Route: Frankenau – Bärenmühle (3 km) – Burg Hessenstein (4,5 km) –
Ederbringhausen (3,5 km) – Oberorke (3,6 km)
Zuwege: Ellershausen zum Lengelhof, Altenlotheim zur Burg Hessenstein
Luisendorf zur Burg Hessenstein
Wanderparkplatz an der B 252 zur Ruine Keseberg


Frankenau: Die Entstehung von Frankenau und der Nachbarstadt Frankenberg geht vermutlich bis in die Frankenzeit zurück. Die Besiedlung des Gebiets erfolgte durch die Chatten. Der eigentliche Ort Frankenau soll als Grenzfeste gegen die Sachsen errichtet worden sein. Vermutungen gehen von einer Gründung um 500 nach Chr. bzw. 750 nach Chr. aus. Stadtrechte erhielt Frankenau vermutlich im Jahre 1242 von Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen und Römischer König. Frankenau war über Jahrhunderte ein armes Ackerbürgerstädtchen. Am 22.4.1865 fiel nahezu die gesamte Stadt einem Feuer zum Opfer. Durch die enormen Leistungen der damaligen Bewohner konnte der Ort wieder neu aufgebaut werden. Heute ist Frankenau als anerkannter Erholungsort eines der Ferienzentren im Landkreis Waldeck-Frankenberg und Hauptort der seit Anfang der 70er Jahre bestehenden Großgemeinde.

Info: Tourismusamt Frankenau
Ehlingshäuser Straße 01, 35110 Frankenau
Tel. (0 64 55) 7 99-0, Fax (0 64 55) 7 99-55
Internet: www.frankenau.de

Das erste Teilstück des Kellerwaldsteigs beginnt am Marktplatz in Frankenau. Wir folgen dem bis kurz vor den Lengelhof. Eine Wegekreuz weist uns den Weg zur Bärenmühle. Dem weiter folgend durch das untere Lengeltal treffen wir kurz vor der Burg Hessenstein auf den Barbarossweg X8 .

Burg Hessenstein: Nach der Zerstörung der Keseburg im Jahr 1277 baute Landgraf Heinrich II. die Burg Hessenstein, um in dieser Gegend einen festen Sitz zu haben. Hessenstein war ein Verwaltungssitz. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1328, als Landgraf Heinrich II. von Hessen und sein Sohn, das „Haus Hessenstein” dem Abt des Klosters Haina verpfänden. In den darauf folgenden Jahrhunderten waren verschiedene Burgmannen, Burgherren und Gaugrafen auf Hessenstein ansässig. Die Gaugrafen von Goddelsheim waren als Angehörige des Klosters Haina vom dortigen Abt als Verwalter eingesetzt. Ab 1555 beherbergte die Burg den Sitz des landgräflichen „Amtes Hessenstein” und wurde von Rentmeistern verwaltet. 1821 wurde auf Burg Hessenstein ein Revierforstverein eingerichtet. Die Burg ist seit 1922 als Jugendherberge eingerichtet und damit die älteste Jugendherberge in Hessen. Ca. 120 Gäste können beherbergt werden.

Von der Burg Hessenstein folgen wir dem Wegweiser "Keseburg". Kurz vor Erreichen dieser biegt unser Weg scharf nach links ab und mündet auf der B 252. Nach deren Überquerung geht es über die Eder nach Ederbringhausen.

Wer die Ruine Keseburg erklimmen möchte, der verlässt den Kellerwaldsteig und folgt der Beschilderung "Keseburg". Nach ca. 300 m ist der steile Aufstieg zur Burgruine erreicht, der mit einergrandiosen Aussicht in das untere Orketal belohnt wird.

Ederbringhausen (260 m NN), Ortsteil von Vöhl, 300 EW. Ferienort an der Mündung der Orke in die Eder. Um 1240 Brunichusen.

In Ederbringhausen geht es an der Kirche vorbei über die Orke. Nach der Brücke geht es nach rechts und wir folgen dem Verlauf des X6, der hier parallel zum Kellerwaldsteig verläuft nach Oberorke, dem Ziel der Etappe.